Sie möchten Projekttage oder eine Unterrichtseinheit zum Thema Verkehrssicherheit und Prävention von Verkehrsunfällen vorbereiten? Mit den Materialien der Jugendaktion unterstützen wir Sie dabei, sichere Mobilität anschaulich, einfach und alltagspraktisch in den Schulunterricht zu integrieren.
Lehr- und Lernmedien gesucht? Hier entlang!
Leitfäden, Handreichungen, Arbeitsblätter und Präsentationen, bspw. für eine Vertretungsstunde oder einen Projekttag, finden Sie hier.
So sind Sie schnell und gut vorbereitet:
Rido - stock.adobe.com
- Lehr- und Lernmedien zu einem gewünschten Thema der Jugendaktion auswählen.
- Präsentation und den zugehörigen Leitfaden herunterladen.
- Arbeitsblätter ausdrucken (oder digital für Lern-Pads bereitstellen). Diese sind am Ende des PDF-Leitfadens zu finden).
- Beamer/Smartboard für die Präsentation bereitstellen.
- Großes Plakat (Papier/Pappe) oder Flipcharts und Stifte für Gruppenarbeiten bereithalten.
Mithilfe der Präsentation können Sie Schüler*innen anschaulich Unfallzahlen, Grafiken und Bilder zu den jeweiligen Themen vorstellen. Dies zeigt die Relevanz, sich mit sicherer Mobilität zu beschäftigen, erleichtert Ihnen den Einstieg in das Thema und regt zu Diskussionen an.
Der Unterrichtsleitfaden (inkl. Arbeitsblätter) bietet Ihnen ohne großen Vorbereitungsaufwand einen detaillierten Ablaufplan zur Bearbeitung des jeweiligen Themas im Unterricht (i.d.R. 45 Minuten). Der Leitfaden liefert konkrete Reflexionsfragen und Aufgabenstellungen sowie Lösungen zu den Arbeitsblättern zur Vertiefung eines Themas der Jugendaktion. So können verschiedene Mobilitätsthemen aktiv in der Klasse bearbeitet und die Ergebnisse gemeinsam auf Augenhöhe besprochen und dokumentiert werden.
Better safe than sorry!
Im Jahr 2024 ereigneten sich in Deutschland mehr als 48.000 Schulwegunfälle im Straßenverkehr von Kindern aus Tageseinrichtungen und Tagespflege, Schüler*innen von allgemeinbildenden und beruflichen Schulen sowie von Studierenden. Dabei kamen 13 junge Menschen ums Leben (2025, DGUV, Statistik zum Schülerunfallgeschehen in 2024).
Schulische Verkehrssicherheitsarbeit ist deshalb besonders wichtig, weil sie Kinder und Jugendliche schützt, ihr Unfallrisiko senkt und sie zu einer eigenständigen sowie sicheren Teilnahme am Straßenverkehr befähigt. Sie fördert wichtige Grundlagen wie Wahrnehmung, Bewegung und verantwortungsvolles Handeln.
Deshalb lohnt es sich, sichere Mobilität in der Schule zu thematisieren:
- Vermeidung von schweren und tödlichen Verletzungen und Unfällen
- Bewusstsein für die besonderen Risiken junger Menschen im Straßenverkehr schärfen
- Alltagskompetenzen und die Eigenverantwortung junger Menschen fördern
- soziales Verhalten und Empathie stärken
- Werte wie Rücksicht, Respekt und Zivilcourage unterstützen
Weitere hilfreiche Informationen und Ideen für schulische Verkehrssicherheitsarbeit bietet die Deutsche Gesetzliche Unfallversicherung (DGUV) hier. Das Webportal „Sichere Schule” der DGUV zeigt anschaulich verschiedene Aspekte der schulischen Verkehrssicherheit.
Versichert sind nicht nur der Unterricht und Veranstaltungen wie Schulfeiern, Klassenfahrten oder Pausen, sondern auch der Schulweg. Nicht versichert durch die gesetzliche Unfallversicherung sind hingegen beispielsweise Unfälle während der Hausaufgabenzeit zu Hause oder private Aufenthalte auf dem Schulhof.
Bei einem Schulwegunfall sind Schüler*innen über die gesetzliche Unfallversicherung versichert. Wenn ein Wegeunfall passiert, ist Folgendes zu tun:
- Ruhig bleiben, Erste Hilfe leisten. Im Notfall: Notruf 112 wählen!
- Eltern und Schule informieren: Schüler*innen (bzw. deren Sorgeberechtigte) müssen die Schule informieren und Bescheid geben, dass sie einen Unfall hatten und daher ggf. nicht oder später zur Schule kommen - selbst bei kleinen Verletzungen/Schürfwunden muss die Meldung erfolgen. Dies ist am besten im Schulsekretariat oder bei den Klassenlehrer*innen zu tun (= Unfallmeldung).
- Zum Durchgangsarzt (D-Arzt) gehen: Anschließend ist ein Durchgangsarzt aufzusuchen. Die Schule kann dem*der Schüler*in am Telefon helfen, die nächstgelegene Praxis von sog. D-Ärzt*innen zu finden. Hausärzt*innen sollen nicht aufgesucht werden. Den D-Ärzt*innen muss unbedingt mitgeteilt werden, dass es ein Wegeunfall war.
- Weg und Unfall genau dokumentieren: Die verunfallten Schüler*innen sollen den Unfallzeitpunkt, den genauen Weg, den Hergang (was ist wie passiert und warum) sowie Zeug*innen und weitere Erinnerungsdetails zum Unfallhergang notieren/dokumentieren, falls Rückfragen kommen. Auch Fotos können hierbei helfen.
- Unfall anzeigen lassen: Dauert die Schulunfähigkeit aufgrund des Wegeunfalls länger als drei Tage, muss die Schule den Unfall binnen drei Tagen der zuständigen Berufsgenossenschaft oder Unfallkasse melden (= Unfallanzeige).
Weiteres Angebot des DVR für Lehrkräfte
Viele zugewanderte Menschen sind mit dem deutschen Verkehrssystem (noch) nicht vertraut. Dies können sprachliche Barrieren zusätzlich erschweren.

Rymden - stock.adobe.com, Bearbeitung: VKM
German Road Safety (Kids)
Ziel des DVR-Projekts German Road Safety ist es, geflüchteten und neu ankommenden Erwachsenen und Kindern eine sichere Teilhabe am Straßenverkehr in Deutschland zu ermöglichen. German Road Safety KIDS stellt Erklärvideos, ein Mal- und Aufgabenheft sowie weitere digitale Materialien für Grundschullehrkräfte und Erzieher*innen bereit, um Kindern und Jugendlichen wichtige Grundkenntnisse und Verhaltensregeln im Straßenverkehr näherzubringen. Die Medien vermitteln neben der Verkehrserziehung auch die deutsche Sprache in Wort und Bild.