Wetter und Witterung

Was gutes oder schlechtes Wetter ist, das empfinden wir alle ganz unterschiedlich. Ob es sonnig ist, regnet oder schneit hat einen Einfluss darauf, wie wir uns im Straßenverkehr bewegen und verhalten. Man sollte meinen, wenn es glatt, nass und neblig ist, passieren die meisten Unfälle im Straßenverkehr. Tatsächlich zeigt die Statistik der Unfälle mit Personenschäden im Vergleich der Jahreszeiten aber ein anders Bild.
Zwei junge Menschen laufen gemeinsam unter einem Schirm und lachen sich an.

Das Wetter und die Witterung sind wichtige Faktoren im System Straßenverkehr und haben konkrete Auswirkungen auf die Unfallzahlen auf Schul- und Ausbildungswegen. 

  • Wetter beschreibt den aktuellen Zustand der Atmosphäre an einem bestimmten Ort. Das Wetter ist also eine kurzfristige Beschreibung und reicht von einigen Minuten bis hin zu einem Tag: “Gerade scheint die Sonne und heute Abend soll es regnen.”
     
  • Witterung ist die Bezeichnung für den allgemeinen Charakter des Wetters in einer Region, über mehrere Tage oder Wochen bis zu einer ganzen Jahreszeit: "Wir haben gerade eine trockene Herbstphase, erwarten aber einen nasskalten Dezember."
     
  • Als Klima wiederum bezeichnen wir den berechneten Durchschnitt aus vielen Jahren an Wetterbeobachtungen über einen sehr langen Zeitraum von mindestens 30 Jahren.

Unfälle bei unterschiedlichen Witterungen

Ein Thermometer an der Straße zeigt Hitze 30 Grad Celsius

Eine Untersuchung der Deutschen Gesetzlichen Unfallversicherung (DGUV), welche die Unfalldaten von Arbeits-  und Wegeunfällen mit den Wetterdaten des Deutschen Wetterdienstes (DWD) analysiert hat, kommt zu dem Ergebnis, dass sowohl sehr tiefe als auch sehr hohe Temperaturen zu mehr Unfällen führen als gemäßigte Temperaturen. 

Wenig überraschend für uns alle ist vermutlich, dass die Unfallzahlen bei Werten um den Gefrierpunkt deutlich ansteigen. Wegeunfälle durch Ausrutschen und Stürzen sowie verlängerte Bremswege sind dann häufig an der Tagesordnung. Gleichwohl sind in den Sommermonaten die Unfallzahlen von Rad- und Pedelecfahrenden sowie von E-Scooter-, Mofa-und Mopedfahrer*innen deutlich höher. Zudem lassen sich je nach Wetter und Witterung typische Verhaltensweisen auf unseren täglichen Wegen ableiten.  

Bei vermeintlich guten Wetterlagen bewegen sich wesentlich mehr Menschen im Freien, während viele von uns bei Regen, Sturm oder Schnee vermehrt zu Hause bleiben. Nicht nur, weil die meisten sonniges Wetter als „schön“ empfinden und nebliges, regnerisches Wetter als unangenehm, sondern auch, weil Wetterempfindlichkeit zu einer Verschlechterung des physischen und psychischen Zustands führen und sich in Verlangsamung, Müdigkeit oder Verstimmung ausdrücken kann.

Frühling

Die Temperaturen können noch empfindlich kühl sein. Gerade nachts und in den frühen Morgenstunden kann es glatt sein. Wir sind noch im Wintermodus und gewöhnt daran, uns vorsichtiger auf den Straßen zu bewegen. Je heller und wärmer es im Verlauf des Frühlings wird, desto mehr zieht es uns hinaus. Viele Schüler*innen nutzen nach der Winterpause nun wieder das Fahrrad oder das Moped/Mofa anstatt den ÖPNV. 

Sommer

Mit Ende des Frühlings und Beginn des Sommers nehmen immer mehr Menschen am öffentlichen Leben und damit am Straßenverkehr teil. Alle bewegen sich draußen vermehrt mit dem Fahrrad, dem Moped, dem Motorrad oder zu Fuß. Die Tage werden länger, das Wetter deutlich wärmer. Ein besonderes Risiko stellt dabei die Blendung durch die Sonne dar, besonders in den Morgen- und Abendstunden, wenn die Sonne tief über dem Horizont steht. Durch Hitze steigen Müdigkeit und Erschöpfung, unsere Konzentration und Reaktionsfähigkeit sinken. Klassen- und Fahrgasträume heizen sich auf.

Herbst

In Richtung Herbst werden die Tage wieder kürzer und die Temperaturen sinken. Auch wenn es tagsüber noch warm und sonnig sein kann, wird es abends schneller kühl. Zweiräder werden langsam für die Winterpause gerüstet. Laub und Regen sorgen für rutschige Wege. Wer den Sommer über mit dem Fahrrad oder Moped unterwegs war, steigt jetzt wieder um auf Bus und Bahn oder fährt mit dem Auto. 

Winter

Der Winter ist – was die Straßenverhältnisse angeht – zwar am unberechenbarsten. Das aber ist genau der Grund, weshalb wir uns häufig umso vorsichtiger bewegen. Glatt wird es auch neben der Fahrbahn: Rad- und Gehwege sind in den Wintermonaten häufig erst spät, schlecht oder gar nicht geräumt. Deshalb kommt es dort schnell zu Stürzen. Zugefrorene oder beschlagene Scheiben behindern die Sicht und stellen ein enormes Risiko für alle Verkehrsteilnehmenden dar. 

Hier entsteht etwas Neues!

Wir arbeiten derzeit daran, für Sie Lehrmedien und Hintergrundinformationen zum Thema Wetter und Witterung neu aufzubereiten. Bis dahin finden Sie Lehr- und Lernmedien sowie weiterführende Informationen dazu auf dieser Seite.

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